Wechseljahre – eine Lebensphase, keine Erkrankung
Die Perimenopause ist biologisch. Der Östrogenmangel senkt die Thermoregulationsschwelle im Hypothalamus – Hitzewallungen entstehen. Schlaf leidet unter nächtlichen Schweissen und vegetativer Überaktivierung. Diese Phase dauert bei vielen Frauen 4–10 Jahre.
TCM «reguliert» keine Hormone. Was mehrere Studien zeigen: Akupunktur reduziert Häufigkeit und Intensität von Hitzewallungen mesbar – verglichen mit Warte-Kontrolle. Das ist realistisch und gut eingeordnet.
Typische Beschwerden
Wann gynäkologisch?
- Starke Beschwerden – MHT prüfen; sehr wirksam
- Unregelmässige Blutungen – abklären
- Urogenitale Atrophie – lokale Östrogene sehr wirksam
TCM begleitend
TCM-Einordnung
Wechseljahrbeschwerden sind in der TCM ein Nieren-Yin-/Yang-Mangel-Muster – modern: Östrogenmangel senkt hypothalamische Thermoregulationsschwelle; vegetative Überaktivierung; Schlafarchitektur-Störung durch Progesteron-Wegfall. Akupunktur reguliert über Opioid-Mechanismen den hypothalamischen Thermo-Setpoint.
TCM-Diagnostik
- Hitzewallungen: Häufigkeit, Auslöser, Tageszeit?
- Schlafmuster: Einschlafen, Nachtschweis, Frühmorgenwachen?
- Emotionale Situation: Unruhe, Reizbarkeit, Stimmung?
- Kälte-/Wärmeempfinden allgemein
- MHT und gynäkologische Therapie
Wie wir dich begleiten
- Akupunktur – Hitzewallungen, Schlaf, vegetative Entlastung; Nieren- und Herz-Punkte; opioid-mediierter Mechanismus bei Hitzewallungen belegt
- Kräuterformeln – Liu Wei Di Huang Wan (Nieren-Yin-Mangel, Trockenheit, Hitze), Zhi Bai Di Huang Wan (Hitzewallungen, Nachtschweis) – individuell; nach gynäkologischer Absprache
- MHT-Kompatibilität – TCM begleitend zu MHT möglich; keine Interaktionen bei Akupunktur
Wann TCM sinnvoll sein kann
- Bei Hitzewallungen als Hauptbeschwerde
- Bei Schlafstörungen durch Nachtschweis und Unruhe
- Wenn MHT nicht gewünscht oder kontraindiziert ist
- Als Ergänzung zu MHT