Was bedeutet niedriger Blutdruck?
Hypotonie bezeichnet einen Blutdruck unterhalb der üblichen Richtwerte. Anders als beim Bluthochdruck ist ein tiefer Wert allein oft kein Problem: Viele Menschen leben beschwerdefrei damit. Relevant wird er, wenn Beschwerden entstehen.
Mögliche Beschwerden
- Schwindel oder Benommenheit, besonders beim Aufstehen
- Schwäche und rasche Ermüdbarkeit
- Schwarzwerden oder Flimmern vor den Augen
- Neigung zu Ohnmacht
- kalte Hände und Füsse
Tritt der Schwindel vor allem beim Aufstehen auf, beschreibt unsere Signalseite Schwindel beim Aufstehen dieses Muster im Detail.
Mögliche Ursachen
Häufig ist der niedrige Blutdruck konstitutionell, also schlicht Veranlagung. Daneben können Flüssigkeitsmangel, Medikamente, hormonelle Ursachen, Herzerkrankungen oder Störungen der Kreislaufregulation eine Rolle spielen – deshalb gehört ein neu aufgetretener oder symptomatischer niedriger Blutdruck ärztlich eingeordnet.
Wann ärztlich abklären?
Bei Ohnmacht, Stürzen, Brustschmerzen, Atemnot, Herzstolpern, schwarzem Stuhl oder anderen Blutungszeichen, starkem Flüssigkeitsverlust oder deutlichem Krankheitsgefühl ist eine zeitnahe medizinische Beurteilung wichtig.
Was hilft im Alltag?
Je nach ärztlicher Einordnung helfen ausreichend Trinken, langsames Aufstehen, Bewegung und Wechselduschen; die Aktivierung der Beinmuskulatur unterstützt den Kreislauf. Medikamentöse Ursachen gehören ärztlich angepasst.
Welche Rolle kann TCM spielen?
Nach der Ursachenklärung kann eine ergänzende TCM-Behandlung besprochen werden, wenn Kreislaufbeschwerden, Erschöpfung oder kalte Extremitäten den Alltag belasten. Sie ersetzt keine Abklärung und keine Behandlung einer zugrunde liegenden Ursache.
Kosten und Krankenkasse
Die Behandlung läuft über die Zusatzversicherung. Bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeutinnen beteiligen sich viele Zusatzversicherungen mit 80 bis 100 Prozent, die Grundversicherung deckt es nicht. Details findest du auf unserer Seite zur Krankenkasse.
