Was ist Moxibustion?
Bei der Moxibustion wird getrockneter und gepresster Beifuss (Artemisia vulgaris, chinesisch: Moxa) über oder auf Akupunkturpunkten verbrannt. Die Wärme dringt tief ins Gewebe und wird meist als angenehm empfunden; traditionell wird Moxibustion vor allem bei Beschwerden eingesetzt, die sich durch Kälte verschlechtern.
Einordnung: Am besten untersucht ist Moxibustion bei Steisslage in der Schwangerschaft; eine Cochrane-Übersicht (2023, 13 Studien) sieht dort Hinweise auf einen Nutzen bei niedriger bis moderater Verlässlichkeit der Daten. Für die meisten anderen Anwendungen ist die Studienlage begrenzt. Als Nebenwirkungen sind unter anderem Hautreizungen und – bei zu grosser Nähe zur Haut – Verbrennungen dokumentiert.
Formen der Moxibustion
- Zigarre: Moxa-Zigarre wird über den Punkt gehalten – angenehme Wärme ohne Kontakt
- Auf der Nadel: Moxa wird auf die Akupunkturnadel gesteckt und angezündet
- Indirekt: Über Ingwer- oder Knoblauchscheiben für spezifische Wirkung
Anwendungsgebiete
Moxibustion wird traditionell vor allem bei Kältegefühl, Erschöpfung, Verdauungsschwäche und Zyklusbeschwerden eingesetzt. Viele Patient:innen empfinden die Wärme als wohltuend.
