Was sind Nierensteine?
In den Nieren können sich aus Mineralsalzen feste Steine bilden. Kleine Steine gehen oft unbemerkt ab; bleibt ein Stein im Harnleiter stecken, entsteht die typische Nierenkolik.
Typische Beschwerden
- wellenartige, sehr starke Schmerzen in der Flanke
- Ausstrahlung in Unterbauch, Leiste oder Genitalbereich
- Übelkeit und Erbrechen
- Blut im Urin, sichtbar oder nur im Test
- Harndrang oder Brennen beim Wasserlassen
Wann wird es dringend?
Fieber oder Schüttelfrost zusammen mit Steinverdacht, kein Wasserlassen mehr, sehr starke anhaltende Schmerzen oder deutliches Krankheitsgefühl sind Alarmzeichen: Dann besteht die Gefahr einer gestauten, infizierten Niere – das gehört umgehend in ärztliche, im Zweifel notfallmässige Behandlung.
Abklärung und Behandlung
Zur Abklärung gehören Urinuntersuchung, Ultraschall und je nach Situation eine Computertomografie. Viele Steine gehen mit Schmerzbehandlung und ausreichend Flüssigkeit spontan ab; grössere Steine können mit Stosswellen oder endoskopisch behandelt werden – das entscheidet die Urologie.
Vorbeugen
Je nach Steinart helfen genügend Trinken und angepasste Ernährung, das Rückfallrisiko zu senken. Bei wiederholten Steinen lohnt sich eine Stoffwechselabklärung; erhöhte Harnsäure kann dabei eine Rolle spielen.
Welche Rolle kann TCM spielen?
TCM entfernt keine Steine und behandelt keine Kolik oder gestaute Niere. Nach der ärztlichen Abklärung und Behandlung kann eine komplementäre Begleitung bei funktionellen Begleitbeschwerden oder zur Entspannung besprochen werden.
Kosten und Krankenkasse
Die Behandlung läuft über die Zusatzversicherung. Bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeutinnen beteiligen sich viele Zusatzversicherungen mit 80 bis 100 Prozent, die Grundversicherung deckt es nicht. Details findest du auf unserer Seite zur Krankenkasse.
