Was ist eine Skoliose?
Bei einer strukturellen Skoliose ist die Wirbelsäule seitlich verbogen und gleichzeitig in sich verdreht. Das unterscheidet sie von einer reinen Fehlhaltung, die sich aktiv ausgleichen lässt. Viele Skoliosen entstehen im Wachstumsalter ohne erkennbare Ursache.
Woran erkennt man sie?
- ungleiche Schulter- oder Beckenhöhe
- hervortretendes Schulterblatt oder Rippenbuckel beim Vorbeugen
- sichtbar asymmetrische Taille
- Rückenschmerzen können begleiten, fehlen aber oft – besonders bei Jugendlichen
Wie wird abgeklärt?
Nach der klinischen Untersuchung wird das Ausmass der Krümmung bei Bedarf im Röntgenbild bestimmt (Cobb-Winkel). Bei Kindern und Jugendlichen sind Verlaufskontrollen während des Wachstums wichtig, weil sich die Krümmung in dieser Phase verändern kann.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Alter, Ausmass und Verlauf: gezielte Physiotherapie und Training, bei stärkeren Krümmungen im Wachstum ein Korsett, in ausgeprägten Fällen eine Operation. Diese Entscheide gehören in spezialärztliche Betreuung.
Skoliose bei Erwachsenen
Im Erwachsenenalter stehen meist Schmerzen und Funktion im Vordergrund, nicht die Korrektur der Krümmung. Training, Physiotherapie und Schmerzbehandlung sind hier die wichtigsten Bausteine – mehr zur allgemeinen Einordnung auf unserer Seite Rückenschmerzen.
Welche Rolle kann TCM spielen?
TCM kann eine strukturelle Skoliose nicht begradigen. Akupunktur oder Tuina können ergänzend eingesetzt werden, wenn muskuläre Verspannungen und Schmerzen rund um die Krümmung den Alltag belasten – zusätzlich zu Training und Physiotherapie, nicht an deren Stelle.
Kosten und Krankenkasse
Die Behandlung läuft über die Zusatzversicherung. Bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeutinnen beteiligen sich viele Zusatzversicherungen mit 80 bis 100 Prozent, die Grundversicherung deckt es nicht. Details findest du auf unserer Seite zur Krankenkasse.
