aPTT: Was bedeutet eine verlängerte Gerinnungszeit?
Eine verlängerte aPTT hat unterschiedliche mögliche Ursachen. Medikamente, Gerinnungsfaktoren und Messbedingungen müssen gemeinsam betrachtet werden.
Warum wird aPTT gemessen?
Die Untersuchung kann bei ungeklärter Blutungsneigung, auffälligen Vorbefunden oder bestimmten medikamentösen Behandlungen eingesetzt werden. Unter anderem kann sie zur Überwachung von unfraktioniertem Heparin beitragen.
Sie untersucht andere Gerinnungsfaktoren als INR und Quick. Deshalb werden die Ergebnisse häufig gemeinsam eingeordnet.
Was kann eine Verlängerung erklären?
Mögliche Ursachen sind fehlende oder verminderte Gerinnungsfaktoren, bestimmte Medikamente oder Stoffe, die den Test beeinflussen. Auch Probleme bei Entnahme und Verarbeitung einer Probe können die Messung verändern.
Manche Antikörper, beispielsweise ein Lupus-Antikoagulans, verlängern die Gerinnungszeit im Labor. Daraus lässt sich nicht einfach folgern, dass die Person im Alltag stärker blutet. Der Name allein ist auch keine Diagnose eines systemischen Lupus.
Häufige Fragen
Bedeutet eine verlängerte aPTT automatisch hohe Blutungsgefahr?
Nein. Die Ursache entscheidet über die Bedeutung. Manche Einflüsse verlängern den Labortest ohne entsprechende Blutungsneigung.
Ist aPTT dasselbe wie INR?
Nein. Beide untersuchen unterschiedliche Teile des Gerinnungssystems.
Reicht eine normale aPTT, um Medikamentenwirkung auszuschliessen?
Nein. Bei manchen Gerinnungshemmern sind gezielte andere Untersuchungen erforderlich.
Quellen
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