Was ist Diabetes Typ 2?
Beim Typ-2-Diabetes sprechen die Körperzellen schlechter auf Insulin an (Insulinresistenz), und die Bauchspeicheldrüse kann diesen Mehrbedarf auf Dauer nicht ausgleichen. Der Blutzucker bleibt dadurch erhöht. Die Erkrankung entwickelt sich meist über Jahre und wird häufig zufällig entdeckt.
Mögliche Anzeichen
- vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- schlecht heilende Wunden oder wiederkehrende Infekte
- häufig aber: über lange Zeit gar keine Beschwerden
Gerade weil die Frühphase oft stumm verläuft, wird Diabetes Typ 2 häufig erst über Laborwerte entdeckt.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Die Diagnose stützt sich auf Blutwerte, insbesondere Blutzucker und den Langzeitwert HbA1c. Ein einzelner erhöhter Wert ist noch keine Diagnose; die Einordnung gehört in ärztliche Hände.
Warum Behandlung und Kontrollen zentral sind
Dauerhaft erhöhter Blutzucker kann Blutgefässe, Herz, Nieren, Augen und Nerven belasten. Eine mögliche Folge sind Nervenstörungen wie die Polyneuropathie. Deshalb gehören regelmässige ärztliche Kontrollen fest zur Behandlung.
Die Behandlung stützt sich auf Lebensstil (Ernährung, Bewegung, Gewichtsmanagement) und, wenn nötig, verordnete Medikamente. Beides wird individuell ärztlich festgelegt und angepasst.
Wann ärztlich abklären?
Bei starkem Durst, deutlichem ungewolltem Gewichtsverlust, Sehstörungen, schlecht heilenden Wunden oder auffälligen Blutzuckerwerten gehört die Abklärung in die Arztpraxis. Verordnete Diabetes-Medikamente dürfen nie zugunsten einer komplementären Behandlung reduziert oder abgesetzt werden.
Welche Rolle kann TCM spielen?
TCM normalisiert den Blutzucker nicht und ersetzt weder Medikamente noch Lebensstilbehandlung oder ärztliche Kontrollen. Ergänzend kann Akupunktur eingesetzt werden, wenn Begleitthemen wie Stress, Schlafprobleme oder muskuläre Verspannungen das Leben mit der Erkrankung zusätzlich belasten – immer parallel zur medizinischen Therapie.
Kosten und Krankenkasse
Die Behandlung läuft über die Zusatzversicherung. Bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeutinnen beteiligen sich viele Zusatzversicherungen mit 80 bis 100 Prozent, die Grundversicherung deckt es nicht. Details findest du auf unserer Seite zur Krankenkasse.
