Was ist eine Panikattacke?
Eine Panikattacke ist eine plötzlich einsetzende Episode intensiver Angst, die innert Minuten ihren Höhepunkt erreicht. Der Körper schaltet in Alarmbereitschaft – obwohl keine reale Gefahr besteht.
Typische Symptome
- Herzrasen oder Herzklopfen
- Enge- oder Druckgefühl in der Brust
- Atemnot oder Gefühl zu ersticken
- Schwindel, Zittern, Schwitzen
- Angst, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben
Die Attacken klingen meist nach Minuten wieder ab. Belastend ist oft die Angst vor der nächsten Attacke, die zu Vermeidung führen kann – dann spricht man von einer Panikstörung.
Körperliche Abklärung gehört dazu
Erste oder neuartige Attacken mit Brustschmerzen, Atemnot oder Herzstolpern sollten medizinisch eingeordnet werden, um körperliche Ursachen auszuschliessen. Bei akuten schweren Brustschmerzen mit Atemnot, kaltem Schweiss oder Ausstrahlung in Arm oder Kiefer gilt: Notruf 144 – das lässt sich im Moment nicht sicher von einem Herzproblem unterscheiden.
Was wirklich hilft
Panikattacken sind gut behandelbar. Etabliert sind Psychotherapie – insbesondere kognitive Verhaltenstherapie – und je nach Situation Medikamente. Zu verstehen, was im Körper bei einer Attacke passiert, ist oft bereits ein wichtiger Teil der Behandlung.
Bei Gedanken an Selbstverletzung oder in akuter Krise: sofort professionelle Notfallhilfe in Anspruch nehmen (in der Schweiz z. B. Dargebotene Hand, Telefon 143, oder Notruf 144).
Welche Rolle kann TCM spielen?
Akupunktur kann ergänzend zur Entspannung und bei Begleitthemen wie Schlafproblemen oder Verspannung eingesetzt werden. Sie ersetzt keine Psychotherapie und keine notwendige medikamentöse Behandlung – und Panik ist kein Zustand, der sich auf ein einfaches Erklärungsmodell reduzieren lässt.
Kosten und Krankenkasse
Die Behandlung läuft über die Zusatzversicherung. Bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeutinnen beteiligen sich viele Zusatzversicherungen mit 80 bis 100 Prozent, die Grundversicherung deckt es nicht. Details findest du auf unserer Seite zur Krankenkasse.
