Hilfe nach Gewalt und sexuellem Missbrauch
Wenn dir Gewalt angetan wurde, musst du den nächsten Schritt nicht allein herausfinden. Das gilt auch, wenn die gewaltausübende Person aus der Familie, Partnerschaft oder dem Bekanntenkreis kommt.
Diese Seite erklärt Anlaufstellen. Sie verlangt keine Schilderung des Erlebten.
Bei unmittelbarer Gefahr: Polizei 117, Sanität 144. Gesprächsangebot rund um die Uhr: Die Dargebotene Hand, Telefon 143. Beratung nach Gewalt: Opferhilfe, Telefon 142 (keine Notrufnummer).
Wenn der Übergriff gerade passiert ist
Bei unmittelbarer Gefahr steht der Schutz vor weiterer Gewalt an erster Stelle. Wende dich an die Polizei beziehungsweise bei einer medizinischen Notlage an die Notfallversorgung. Eine TCM-Anfrage ist dafür nicht der richtige Weg.
Nach einem kürzlich erlebten sexuellen Übergriff ist eine rasche medizinische Untersuchung wichtig, auch wenn keine Verletzung sichtbar ist. Dabei können Verletzungen und weitere medizinische Bedürfnisse beurteilt werden. Je nach Ort ist auch eine Spurensicherung ohne sofortige Strafanzeige möglich. Frage die zuständige Klinik nach ihrem Vorgehen. Auch wenn bereits Zeit vergangen ist, darfst du dich dort melden.
Beratung ohne bereits entschiedene Anzeige
Die Opferhilfe Schweiz informiert über Beratungsstellen. Eine Strafanzeige ist keine Voraussetzung, um sich beraten zu lassen. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich und schweizweit auch unter der Nummer 142 erreichbar, rund um die Uhr; das ist keine Notrufnummer. Sie richtet sich an Menschen, die in der Schweiz durch eine Straftat beeinträchtigt wurden. Die Beratung kann helfen, medizinische, psychologische und rechtliche Fragen zu sortieren. Welche weiteren Leistungen möglich sind, klärt die Stelle anhand deiner Situation.
Wenn die Belastung anhält
Gewalterfahrungen können Anlass für psychotherapeutische Unterstützung sein. Nicht jede betroffene Person entwickelt dieselben Beschwerden oder eine PTBS. Wenn Erinnerungen, Angst oder Schlafprobleme deinen Alltag beeinträchtigen, kann eine fachliche Abklärung helfen. Der Artikel Posttraumatische Belastungsstörung erklärt mögliche Beschwerden; Psychisches Trauma behandeln beschreibt die Behandlungswege.
Was ergänzende Angebote nicht übernehmen
Akupunktur ersetzt weder die medizinische Versorgung nach einem Übergriff noch Schutz vor Gewalt oder eine notwendige Psychotherapie. Du solltest für eine ergänzende Anfrage keine sexuellen oder anderen Gewaltdetails per WhatsApp schicken müssen. Es reicht, nach Rahmenbedingungen und einem vertraulichen Gespräch zu fragen.
Häufige Fragen
Kann ich Beratung suchen, wenn ich keine Anzeige will?
Ja. Opferberatung ist nicht an eine Strafanzeige gebunden.
Gibt es Hilfe auch bei Gewalt in einer Partnerschaft?
Ja. Häusliche und sexualisierte Gewalt gehören zu den Anliegen der Opferhilfe.
Soll ich zuerst einen TCM-Termin buchen?
Nein. Bei einem frischen Übergriff, Verletzungen oder bestehender Gefahr haben medizinische Versorgung und Schutz Vorrang.
Quellen
- Sexuelle Gesundheit Schweiz: Sexueller Übergriff. (Webseite, abgerufen 27. Oktober 2026)
- Opferhilfe Schweiz: Informationen und Beratungsstellen der Kantone. (Webseite, abgerufen 27. Oktober 2026)
- Kantonspolizei Bern: Sexuelle Gewalt. (Webseite, Vorgehen kantonal unterschiedlich, abgerufen 27. Oktober 2026)
- BAKOM: Weitere Nummern, kostenpflichtig oder gratis (117, 144, 143). (Webseite, abgerufen 27. Oktober 2026)
- Die Dargebotene Hand, Telefon 143. (Webseite, abgerufen 27. Oktober 2026)