Was steckt hinter einer Sinusitis?
Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Räume in Stirn, Wangen und rund um die Nase. Sind ihre Schleimhäute entzündet und geschwollen, kann der Schleim nicht mehr abfliessen. Es entsteht das typische Druckgefühl, das sich beim Bücken verstärkt. Eine akute Sinusitis heilt meist von selbst aus. Problematisch wird es, wenn die Entzündung chronisch wird oder mehrmals pro Jahr zurückkehrt. Dann spielen oft eine dauerhaft gereizte Schleimhaut, Allergien oder anatomische Engstellen mit hinein.
Häufige Auslöser
Verschleppte Erkältungen. Ein Infekt, der nicht richtig ausheilt, kann in die Nebenhöhlen aufsteigen und sich dort festsetzen.
Allergien. Heuschnupfen und Hausstauballergie halten die Schleimhaut dauerhaft geschwollen und begünstigen wiederkehrende Entzündungen.
Trockene Heizungsluft. Ausgetrocknete Schleimhäute können Erreger schlechter abtransportieren.
Anatomische Engstellen. Eine verkrümmte Nasenscheidewand oder Polypen behindern den Schleimabfluss.
Häufige Symptome
Wann du ärztlich abklären solltest
Hohes Fieber, starke einseitige Schmerzen, Schwellungen oder Rötungen im Gesicht sowie Sehstörungen gehören zügig ärztlich abgeklärt. Auch eine Sinusitis, die trotz Behandlung über Wochen nicht bessert, sollte HNO-ärztlich untersucht werden. Die TCM ergänzt die ärztliche Diagnostik, sie ersetzt sie nicht.
Wie die TCM bei Sinusitis begleiten kann
Ihre Stärke spielt die TCM vor allem bei chronischer und wiederkehrender Sinusitis aus, also dann, wenn Nasensprays und Antibiotika nur kurzfristig helfen.
- Akupunktur mit Punkten rund um Nase, Stirn und an den Händen kann die Nasenatmung spürbar erleichtern und das Druckgefühl dämpfen.
- Kräutertherapie ist das Herzstück bei chronischen Verläufen. Individuelle Rezepturen zielen darauf, die Schleimhaut zu beruhigen und die Anfälligkeit für neue Schübe zu senken.
- Ernährung nach TCM. Bei zähem Schleim empfehlen wir oft, Milchprodukte, Zucker und stark Fettiges zu reduzieren und warme Mahlzeiten zu bevorzugen.
Wenn Allergien mit hineinspielen, findest du mehr auf unseren Seiten zu Heuschnupfen und Allergien.
Was du selbst tun kannst
- Nasenspülungen mit Salzlösung, besonders morgens
- Ausreichend trinken, damit der Schleim flüssig bleibt
- Dampfinhalation mit Kamille oder Salz
- Raumluft befeuchten, Heizungsluft meiden
- Erkältungen ernst nehmen und auskurieren
Wie eine Behandlung abläuft
Im Erstgespräch klären wir, wie oft die Schübe auftreten, ob Allergien bekannt sind und was bisher unternommen wurde. Bei chronischer Sinusitis kombinieren wir meist wöchentliche Akupunktur mit einer Kräuterrezeptur über 8 bis 12 Wochen. Ziel ist ein spürbar freierer Kopf und weniger Schübe pro Jahr. Den Verlauf besprechen wir regelmässig und passen die Behandlung an.
Kosten und Krankenkasse
Die Behandlung läuft über die Zusatzversicherung. Bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeutinnen beteiligen sich viele Zusatzversicherungen mit 80 bis 100 Prozent, die Grundversicherung deckt es nicht. Details findest du auf unserer Seite zur Krankenkasse.


