MCV erhöht: Was bedeutet ein zu hoher MCV-Wert?
Ein erhöhtes MCV bedeutet, dass rote Blutkörperchen durchschnittlich grösser sind. Wie B12, Folsäure, Leber, Schilddrüse und weitere Werte eingeordnet werden.
Was bedeutet MCV?
MCV steht für „Mean Corpuscular Volume“. Der Wert beschreibt das durchschnittliche Volumen eines roten Blutkörperchens. Er wird normalerweise zusammen mit anderen Blutbildwerten beurteilt, zum Beispiel Hämoglobin, Hämatokrit, Erythrozytenzahl, MCH und MCHC. Erst das Zusammenspiel dieser Werte ergibt ein sinnvolleres Bild.
Was kann ein erhöhtes MCV verursachen?
- Vitamin-B12-Mangel
- Folsäuremangel
- regelmässiger hoher Alkoholkonsum
- bestimmte Lebererkrankungen
- Schilddrüsenunterfunktion
- bestimmte Medikamente
- verstärkte Bildung junger roter Blutkörperchen
Welche Ursache wahrscheinlicher ist, hängt von den übrigen Laborwerten und der persönlichen Situation ab.
Welche Rolle spielt Vitamin B12?
Vitamin B12 wird für die normale Bildung roter Blutkörperchen benötigt. Bei einem deutlichen B12-Mangel können die roten Blutkörperchen grösser werden. Ein erhöhtes MCV beweist jedoch keinen Vitamin-B12-Mangel; mehr dazu unter Vitamin B12 zu niedrig.
Können Leber und Alkohol den MCV-Wert beeinflussen?
Ja. Bei bestimmten Leberveränderungen und bei regelmässigem höherem Alkoholkonsum kann MCV erhöht sein. Das bedeutet nicht, dass bei jedem erhöhten MCV Alkohol oder eine Lebererkrankung die Ursache ist. Relevant können zusätzlich ALT/GPT, AST/GOT, Gamma-GT, Bilirubin und weitere Leberwerte sein.
Was hat die Schilddrüse damit zu tun?
Eine Schilddrüsenunterfunktion kann mit Veränderungen des Blutbilds verbunden sein. Wenn die klinische Situation dazu passt, können TSH und Schilddrüsenhormone bei der weiteren Abklärung eine Rolle spielen.
Kann MCV erhöht sein, obwohl Hämoglobin normal ist?
Ja. Eine Veränderung des MCV kann auftreten, bevor sich Hämoglobin deutlich verändert. Deshalb sollte der Wert nicht nur danach beurteilt werden, ob bereits eine Blutarmut besteht.