Patientenfrage

Sind blaue Flecken nach Akupunktur normal?

Ja. Kleine blaue Flecken an einzelnen Einstichstellen gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Akupunktur und sind harmlos: Die Nadel hat ein winziges Hautgefäss gestreift. Sie verschwinden wie jeder kleine Bluterguss von selbst innert einigen Tagen bis zwei Wochen und brauchen keine Behandlung.

Warum blaue Flecken entstehen

Unter der Haut verläuft ein dichtes Netz feinster Blutgefässe, das auch die erfahrenste Fachperson nicht sehen kann. Trifft die Nadel eines davon, tritt etwas Blut ins Gewebe aus: Es entsteht ein kleiner, meist münzgrosser oder kleinerer Fleck, manchmal mit einer leichten Schwellung direkt nach dem Entfernen der Nadel. Das sagt nichts über die Qualität der Behandlung aus und ist kein Grund zur Sorge.

Wovon es abhängt

Häufiger blaue Flecken bekommen Menschen mit empfindlichem Bindegewebe, dünner Haut (etwa im Alter) und alle, die blutverdünnende Medikamente nehmen, auch niedrig dosiertes Aspirin. An gut durchbluteten Stellen wie Händen, Gesicht und Ohren passiert es eher als am Rücken. Wenn du Blutverdünner nimmst, sag es vor der Behandlung; die Technik wird dann angepasst.

Was du selbst tun kannst

Nichts Besonderes nötig. Direkt nach der Behandlung hilft kurzes Drücken auf eine nachblutende Stelle, das macht die Therapeutin bereits. Ein frischer Fleck lässt sich kurz kühlen. Danach heisst es abwarten: Der Fleck wechselt wie jeder Bluterguss über Tage die Farbe von blau-violett zu grünlich-gelb und verschwindet.

Wann du ärztlichen Rat suchen solltest

Genauer hinschauen solltest du, wenn eine Stelle stark anschwillt, zunehmend schmerzt, heiss wird oder sich entzündet, wenn ein Bluterguss ungewöhnlich gross wird oder wenn du nach jeder Behandlung auffallend viele und grosse Flecken bekommst, ohne Blutverdünner zu nehmen. Letzteres kann auf eine erhöhte Blutungsneigung hinweisen und gehört einmal ärztlich abgeklärt.

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