Untersuchungen & Diagnostik

EEG-Untersuchung: Was messen die Hirnströme?

Bei Verdacht auf Anfallsleiden, nach unklaren Bewusstseinsstörungen oder in der Schlafmedizin: Das EEG macht die elektrische Aktivität des Gehirns sichtbar, völlig schmerzfrei. So läuft die Untersuchung ab.

Diese Seite dient der Orientierung. Das EEG ist eine schulmedizinische Untersuchung und wird von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt und beurteilt. TCM.ch bietet diese Untersuchung nicht an. Unsere Therapeutinnen und Therapeuten sagen dir aber ehrlich, wann eine solche Abklärung vor einer Behandlung sinnvoll ist.

Was ist ein EEG?

Das Elektroenzephalogramm (EEG) zeichnet die elektrische Aktivität des Gehirns auf. Dafür werden viele kleine Elektroden mit einer Haube oder einzeln mit Kontaktpaste auf der Kopfhaut befestigt; sie messen nur, es fliesst kein Strom in den Kopf. Die Untersuchung ist schmerzfrei, ohne Strahlung und beliebig wiederholbar.

Wann wird ein EEG gemacht?

  • Nach unklaren Bewusstseinsverlusten oder Anfällen: zur Abklärung, ob eine Epilepsie infrage kommt.
  • Bei unklaren Zuständen: etwa wiederholten Aussetzern, Verwirrtheitsepisoden oder ungewöhnlichen Attacken.
  • In der Schlafmedizin: als Teil der Messung im Schlaflabor, um Schlafphasen zu bestimmen.
  • In Klinik und Intensivmedizin: zur Überwachung der Hirnfunktion.

Vorbereitung

Komm mit frisch gewaschenen, trockenen Haaren ohne Gel oder Spray, damit die Elektroden gut haften. Meist sollst du ausgeschlafen sein; für bestimmte Fragestellungen wird gezielt ein Schlafentzugs-EEG angesetzt, dann bekommst du entsprechende Instruktionen von der neurologischen Praxis. Medikamente nimmst du normal weiter, sofern nichts anderes angeordnet ist.

Wie läuft die Aufzeichnung ab?

Du sitzt oder liegst entspannt mit geschlossenen Augen, die Aufzeichnung dauert meist 20 bis 30 Minuten. Dazu gehören oft zwei harmlose Provokationen: einige Minuten vertieftes Atmen und Blitzlichtreize mit einer Lampe, weil beides bestimmte EEG-Veränderungen sichtbarer machen kann. Sag vorher, wenn dir dabei unwohl wird.

Was kann das EEG zeigen und was nicht?

Das EEG ist eine Momentaufnahme der Hirnaktivität. Es kann typische Veränderungen zeigen, die zu einer Epilepsie passen, oder Verlangsamungen der Aktivität. Es kann aber nicht jede neurologische Erkrankung erkennen: Ein normales EEG schliesst eine Epilepsie nicht aus, und einzelne Auffälligkeiten kommen auch bei Menschen vor, die nie einen Anfall haben. Ein auffälliges EEG ist deshalb keine automatische Diagnose; die Einordnung gehört zusammen mit Vorgeschichte, Untersuchung und oft weiterer Bildgebung wie dem MRT in neurologische Hände.

Und was hat das mit TCM zu tun?

Wenig, bewusst: Unklare Bewusstseinsstörungen und Anfälle sind neurologische Abklärungsthemen, keine TCM-Indikation. Relevant wird die Behandlung höchstens danach und ergänzend, etwa bei stressassoziierten Beschwerden wie Anspannung und Schlafstörungen, immer parallel zur ärztlichen Betreuung, nie als Ersatz.

Körpersignale

Signale rund um Kopf und Nerven

Neurologisch abgeklärt, Anspannung bleibt?

Wenn die Abklärung gemacht ist und stressbedingte Beschwerden wie Verspannung oder schlechter Schlaf bleiben, kann eine TCM-Behandlung ergänzend sinnvoll sein. Wir sagen dir ehrlich, ob sie zu deiner Situation passt.

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