Eileiterdurchgängigkeit prüfen: Wie unterscheiden sich HSG und HyCoSy?
In der Kinderwunschabklärung wird oft geprüft, ob die Eileiter offen sind. Zwei häufige Verfahren nutzen ein Kontrastmittel, unterscheiden sich aber in Bildgebung und Strahlung.
Bei der Hysterosalpingografie (HSG) wird ein jodhaltiges Kontrastmittel durch den Gebärmutterhals gegeben und mit Röntgenbildern verfolgt. Bei der Hysterosalpingo-Kontrastsonografie (HyCoSy) wird eine im Ultraschall sichtbare Flüssigkeit verwendet und mit vaginalem Ultraschall beobachtet, ohne Röntgenstrahlung. Beide sind ambulant und ohne Narkose möglich. Eine Laparoskopie ist die operative Alternative.
Warum wird sie gemacht?
Verschlossene oder vernarbte Eileiter können eine Schwangerschaft erschweren. Die Prüfung gehört deshalb häufig zur Kinderwunschabklärung, nachdem Zyklus, Hormonwerte und beim Partner ein Spermiogramm betrachtet wurden. Beide Verfahren können auch Hinweise auf Veränderungen in der Gebärmutterhöhle geben.
HSG: mit Röntgen
Ein dünner Katheter wird durch den Gebärmutterhals eingeführt und mit einem kleinen Ballon gehalten. Das Kontrastmittel fliesst in die Gebärmutter und durch die Eileiter; mehrere Röntgenbilder zeigen, ob es aus den Enden austritt. Die Strahlendosis ist gering. Wer schon einmal auf jodhaltiges Kontrastmittel reagiert hat, muss das vorher sagen.
HyCoSy: mit Ultraschall
Zuerst erfolgt ein vaginaler Ultraschall. Dann wird über einen Katheter eine im Ultraschall sichtbare Flüssigkeit eingebracht und ihr Weg durch Gebärmutter und Eileiter beobachtet. Die Untersuchung dauert etwa 20 Minuten und kommt ohne Röntgenstrahlen aus. Ein voller Darm kann die Sicht auf die Eileiter erschweren.
Vorbereitung
Die durchführende Stelle legt den Termin fest; ihre Anweisungen gelten. Häufig wird die Untersuchung nach der Periode und vor dem Eisprung geplant, weil keine Schwangerschaft bestehen darf. Vorher werden Infektionen wie Chlamydien und Gonorrhö ausgeschlossen, damit keine Keime in die Eileiter gelangen. Oft wird empfohlen, eine Stunde vorher ein einfaches Schmerzmittel einzunehmen; welches, bespricht die Praxis mit dir. Während einer Blutung ist die Untersuchung meist nicht möglich.
Was sich anfühlt und was danach kommt
Periodenähnliche Krämpfe während und kurz nach der Untersuchung sind häufig. Etwas Flüssigkeit oder Schmierblutung danach ist normal; bring eine Binde mit. Selten treten eine Beckeninfektion oder starke Schmerzen auf, die eine Behandlung brauchen.
Grenzen
Manchmal lässt sich die Untersuchung nicht vollständig durchführen, etwa wenn der Katheter nicht hält. Stoppt das Kontrastmittel am Eileiterabgang, kann das eine echte Blockade oder ein vorübergehender Muskelkrampf sein. In solchen Fällen oder bei Hinweisen auf Vernarbungen kann eine Laparoskopie folgen. Offene Eileiter bedeuten nicht automatisch, dass sie normal funktionieren.
Wann rasch Hilfe holen?
Fieber, zunehmende Unterbauchschmerzen, übelriechender Ausfluss oder starkes Unwohlsein in den Tagen danach sollten rasch ärztlich beurteilt werden.
Nächster Schritt
Frage, welches Verfahren für dich vorgesehen ist, warum und wie das Ergebnis die weitere Planung beeinflusst. TCM.ch führt keine Eileiterprüfung durch. Orientierung zum Thema findest du auf der Seite zum Kinderwunsch.
Häufige Fragen
Ist HyCoSy dasselbe wie HSG?
Nein. Beide prüfen die Eileiter mit Kontrastmittel, die HSG aber mit Röntgen, die HyCoSy mit Ultraschall ohne Strahlung.
Tut die Eileiterprüfung weh?
Häufig treten periodenähnliche Krämpfe auf. Ein Schmerzmittel vorher kann helfen; besprich das mit der Praxis.
Was passiert, wenn ein Eileiter verschlossen erscheint?
Das kann ein Krampf oder eine echte Blockade sein. Je nach Situation folgen weitere Untersuchungen, etwa eine Laparoskopie.
Quellen
Vorbereitung und Ablauf legt die durchführende Stelle fest; ihre Anweisungen haben Vorrang. Die Bibliothek hilft dir, Beschwerden und Befunde einzuordnen.