Was ist Adenomyose?
Bei einer Adenomyose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe in die Muskelwand der Gebärmutter. Die Erkrankung kann unbemerkt bleiben, bei anderen Frauen verursacht sie starke Schmerzen, ausgeprägte Blutungen oder ein anhaltendes Druckgefühl im Unterbauch.
Adenomyose ähnelt in manchen Beschwerden der Endometriose, ist aber nicht dasselbe. Während sich Endometrioseherde ausserhalb der Gebärmutter befinden können, betrifft Adenomyose die Gebärmutterwand selbst. Beide Erkrankungen können gleichzeitig vorkommen.
Typische Beschwerden
- starke oder zunehmend schmerzhafte Menstruation
- ungewöhnlich starke oder lange Blutungen
- Druck- oder Schweregefühl im Unterbauch
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- chronische Beckenschmerzen
- Erschöpfung, insbesondere bei starkem Blutverlust
Wie wird Adenomyose abgeklärt?
Die Diagnose gehört in gynäkologische Hände. Je nach Situation kommen Untersuchung, Ultraschall und gegebenenfalls MRT zum Einsatz. Bei starken Blutungen sollte zusätzlich geprüft werden, ob ein Eisenmangel oder eine Anämie entstanden ist.
Wann ärztlich abklären?
Sehr starke Blutungen, neue oder zunehmende Unterbauchschmerzen, Blutungen ausserhalb der Menstruation und Kreislaufprobleme sollten gynäkologisch abgeklärt werden. Bei plötzlich sehr starken Schmerzen oder ausgeprägter Blutung ist eine rasche medizinische Beurteilung wichtig.
Wie kann TCM begleitend eingesetzt werden?
TCM ersetzt weder die gynäkologische Diagnostik noch eine notwendige hormonelle oder operative Behandlung. Sie kann ergänzend eingesetzt werden, wenn Schmerzen, Anspannung, Schlaf oder Erschöpfung im Vordergrund stehen.
- Akupunktur: symptomorientiert bei Schmerzen und Anspannung.
- Wärmeanwendungen: können bei manchen Patientinnen als angenehm empfunden werden; bei akuten oder unklaren Beschwerden vorher abklären.
- Kräutertherapie: nur nach individueller Beurteilung und unter Berücksichtigung von Medikamenten und gynäkologischer Behandlung.
Adenomyose, Endometriose oder Myome?
Die Beschwerden können sich überschneiden. Deshalb sollte nicht allein anhand der Symptome entschieden werden. Eine gesicherte Diagnose hilft, die passende schulmedizinische Behandlung und mögliche komplementäre Begleitung sinnvoll zu kombinieren.
Kosten und Krankenkasse
Die Behandlung läuft über die Zusatzversicherung. Bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeutinnen beteiligen sich viele Zusatzversicherungen mit 80 bis 100 Prozent, die Grundversicherung deckt es nicht. Details findest du auf unserer Seite zur Krankenkasse.
