Was steckt hinter Scheidentrockenheit?
Die Scheidenschleimhaut wird durch Östrogen feucht und elastisch gehalten. Sinkt der Östrogenspiegel oder wird die Schleimhaut gereizt, können Trockenheit, Brennen, Juckreiz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr entstehen.
Häufige Ursachen
- die Wechseljahre mit sinkendem Östrogenspiegel
- Stillzeit und die Zeit nach der Geburt
- Medikamente, etwa bestimmte hormonelle oder onkologische Behandlungen
- übertriebene Intimhygiene oder reizende Produkte
- andere vulvovaginale Erkrankungen
Was hilft?
Je nach Ursache helfen Befeuchtungsgele und Gleitmittel für den Alltag und die Sexualität, bei östrogenmangelbedingter Trockenheit auch lokal angewendete Hormonpräparate – deren Einsatz gehört in gynäkologische Beratung. Milde, parfümfreie Pflege schont die Schleimhaut zusätzlich.
Wann ärztlich abklären?
Bei anhaltenden Schmerzen, Blutungen, Hautveränderungen, auffälligem Ausfluss oder wenn Beschwerden trotz Befeuchtung bestehen bleiben, ist eine gynäkologische Untersuchung wichtig – auch um andere Ursachen wie Infektionen oder Hauterkrankungen zu erkennen. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr mit eigener Ursache behandelt unsere Seite Dyspareunie.
Welche Rolle kann TCM spielen?
TCM normalisiert den Hormonspiegel nicht. Ergänzend kann eine Behandlung besprochen werden, wenn Wechseljahrsbeschwerden, Schlafprobleme oder Anspannung das Gesamtbild mitprägen – parallel zur gynäkologischen Betreuung.
Kosten und Krankenkasse
Die Behandlung läuft über die Zusatzversicherung. Bei EMR- oder ASCA-anerkannten Therapeutinnen beteiligen sich viele Zusatzversicherungen mit 80 bis 100 Prozent, die Grundversicherung deckt es nicht. Details findest du auf unserer Seite zur Krankenkasse.
