Laborwerte
LDH erhöht: Was bedeutet der Wert?
Die Laktatdehydrogenase (LDH) kommt in fast allen Geweben vor. Warum der Wert bei vielem steigt, was er nicht lokalisieren kann und wie er eingeordnet wird.
Was ist die LDH?
Weil das Enzym überall vorkommt, gibt es kaum eine Erkrankung, bei der die LDH nicht steigen kann, und genau das macht sie als Einzelwert so wenig aussagekräftig. Nützlich ist sie vor allem als Verlaufs- und Zusatzwert im Kontext anderer Befunde.
Warum kann die LDH erhöht sein?
- Die Blutprobe selbst: ein häufiger Grund. Zerfallen rote Blutkörperchen bei der Entnahme oder auf dem Transport (Hämolyse), steigt die LDH künstlich; oft wird deshalb zuerst mit frischer Probe kontrolliert.
- Muskel: intensives Training, Muskelkater oder Verletzungen; typischerweise zusammen mit anderen Muskelwerten wie der GOT/AST.
- Leber: im Verbund mit den Leberwerten.
- Vermehrter Zellabbau im Blut: etwa bei Hämolyse im Körper oder wenig effektiver Blutbildung, dann zusammen mit Blutbild und Bilirubin beurteilt.
- Weitere Ursachen: von Infektionen über Lungen- bis zu Tumorerkrankungen; für keine davon ist die LDH allein beweisend.
Wie der Wert sinnvoll gelesen wird
Immer im Set: Beschwerden, Blutbild, Leber- und Muskelwerte, Entzündungsmarker. Die Frage ist nie "Was bedeutet die LDH?", sondern "Zu welchem Gesamtbild passt sie?".
Ein Labor- oder Bildbefund ist für sich allein keine Diagnose. Die Einordnung hier ersetzt keine ärztliche Beurteilung.