LDL erhöht: Was bedeutet ein hoher LDL-Wert?
LDL-Cholesterin gilt als wichtigster Blutfett-Wert für das Herz-Kreislauf-Risikoprofil. Wie der Wert eingeordnet wird und warum das Gesamtrisiko entscheidet.
Was ist LDL?
LDL steht für Low-Density-Lipoprotein, ein Transportpaket für Cholesterin im Blut. Vereinfacht gilt: Je mehr LDL über lange Zeit im Blut zirkuliert, desto mehr Cholesterin kann sich in Gefässwänden ablagern. Deshalb wird LDL im Lipidprofil zusammen mit Gesamtcholesterin, HDL und Triglyceriden gemessen.
Warum gibt es keinen einheitlichen Grenzwert?
Welcher LDL-Bereich als Zielwert gilt, hängt vom individuellen Risiko ab: Alter, Blutdruck, Rauchen, Diabetes, Familiengeschichte und bestehende Gefässerkrankungen fliessen ein. Für eine gesunde Person ohne Risikofaktoren gelten andere Zielbereiche als nach einem Herzinfarkt. Deshalb steht auf dem Laborbericht ein Referenzbereich, die eigentliche Bewertung ist aber eine ärztliche Risikoabwägung.
Was kann ein hohes LDL begünstigen?
- Veranlagung bis hin zur familiären Hypercholesterinämie
- Ernährung mit vielen gesättigten Fetten und Transfetten
- wenig Bewegung, Übergewicht
- Schilddrüsenunterfunktion
- bestimmte Medikamente
- bestimmte Leber- und Nierenerkrankungen
Merkt man ein hohes LDL?
In der Regel nicht: Erhöhte Blutfette verursachen lange keine Symptome. Genau deshalb wird das Lipidprofil im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen bestimmt und im Verlauf verglichen.