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Methoden

Fruchtsäurepeeling

AHA lösen die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hornzellen. Welche Säure du nimmst, entscheidet über Eindringtiefe, Reizpotenzial und darüber, ob du danach eine Woche gerötet herumläufst.

Simon Stüve 7 Min. Lesezeit Aktualisiert August 2026 Geprüft durch Simon Stüve

Fruchtsäuren, fachlich Alpha-Hydroxysäuren oder AHA, sind wasserlöslich. Sie arbeiten auf der Hautoberfläche. Das ist der Unterschied zur fettlöslichen Salicylsäure, die in die Pore hineinkommt. Die Übersicht über alle Peeling-Arten steht unter Peeling.

Die vier gängigen Säuren

Glykolsäure. Das kleinste Molekül, dringt am tiefsten ein, wirkt am stärksten - und reizt am meisten. Die Standardwahl bei robuster Haut, Rauheit und fahlem Teint.

Milchsäure. Grösser, dringt weniger tief ein, wirkt zusätzlich feuchtigkeitsbindend. Die verträglichere Alternative und der bessere Einstieg bei trockener Haut.

Mandelsäure. Das grösste Molekül, dringt am langsamsten ein. Die Wahl bei empfindlicher Haut und bei dunkleren Hauttypen, weil das Risiko für Pigmentreaktionen geringer ist.

Milde Säuren wie Gluconolacton (PHA) sind noch schonender und eignen sich für Haut, die auf alles andere reagiert.

Zu Hause oder in der Praxis

Zu Hause: bis etwa 10 Prozent AHA in Leave-on-Produkten, ein- bis zweimal pro Woche abends. Auf saubere, trockene Haut, danach Feuchtigkeitspflege. Nicht zusätzlich am selben Abend Retinol oder Salicylsäure.

In der Praxis: deutlich höhere Konzentrationen bei niedrigerem pH-Wert, in kurzer Einwirkzeit und mit Neutralisation. Das ist eine andere Kategorie und gehört in geschulte Hände.

Ein oberflächliches Praxispeeling bedeutet meist ein bis drei Tage leichte Rötung und Schuppung, üblicherweise in Serie von vier bis sechs Behandlungen. Tiefere Peelings haben deutlich längere Ausfallzeiten und gehören dermatologisch begleitet.

Was es bringt

Glattere Oberfläche, gleichmässigerer Ton, weniger fahles Aussehen. Bei oberflächlichen Pigmentflecken und Pickelmalen in Serie eine sichtbare Aufhellung.

Was es nicht bringt: Straffung, Volumen, echte Narbenkorrektur. Bei Aknenarben braucht es tiefer greifende Verfahren.

Danach

Sonnenschutz ist Pflicht, nicht Empfehlung. Frisch gepeelte Haut reagiert stärker auf UV, und die häufigste Komplikation nach Peelings ist eine Pigmentverschiebung, siehe Sonnencreme fürs Gesicht. In den zwei Wochen danach: keine intensive Sonne, kein Solarium.

Kein weiteres Peeling, kein Retinol und keine Bürsten in den Tagen danach. Nur Reinigung, Feuchtigkeit, Schutz.

Wann du die Finger davon lässt

Bei aktiver Rosacea und bei ausgeprägter Couperose. Bei gestörter Barriere - spannende, brennende, schuppende Haut - zuerst zwei bis vier Wochen aufbauen. Bei Melasma nur mit Fachbegleitung, weil ein zu aggressives Peeling das Bild verschlechtern kann.

Und in der Schwangerschaft: milde AHA äusserlich gelten meist als vertretbar, Praxispeelings bespricht man vorher ärztlich.

Unsicher, was deine Haut verträgt?

Wir schauen sie uns an und sagen dir, was sinnvoll ist - auch wenn die Antwort «erst mal weniger» lautet.

Häufige Fragen

Welche Fruchtsäure ist die beste?

Glykolsäure wirkt am stärksten und reizt am meisten, Milchsäure ist verträglicher und feuchtigkeitsbindend, Mandelsäure die Wahl bei empfindlicher und dunklerer Haut.

Wie oft Fruchtsäurepeeling zu Hause?

Ein- bis zweimal pro Woche abends bei Konzentrationen bis etwa 10 Prozent. Häufiger führt zu einer gestörten Barriere, nicht zu einem besseren Ergebnis.

Wie lange ist die Haut nach einem Peeling gerötet?

Bei oberflächlichen Praxispeelings ein bis drei Tage mit leichter Rötung und Schuppung. Tiefere Peelings haben deutlich längere Ausfallzeiten.

Fruchtsäure oder Salicylsäure?

Fruchtsäure bei Rauheit, fahlem Teint und oberflächlichen Pigmentflecken. Salicylsäure bei verstopften Poren und öliger Haut, weil sie fettlöslich ist.

Hilft ein Fruchtsäurepeeling gegen Aknenarben?

Gegen die roten und braunen Male ja. Gegen echte Narben, also Dellen in der Hautstruktur, braucht es tiefer greifende Verfahren.

Kann man im Sommer peelen?

Möglich, aber mit striktem täglichem Sonnenschutz und ohne intensive Sonne in den zwei Wochen danach. Die häufigste Komplikation ist eine Pigmentverschiebung.

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