MCHC erhöht: Was bedeutet ein zu hoher Wert?
Ein erhöhter MCHC-Wert ist eher selten. Warum Messartefakte, Hämolyse und das restliche Blutbild bei der Interpretation besonders wichtig sind.
Was ist MCHC?
MCHC steht für „Mean Corpuscular Hemoglobin Concentration“. Der Wert beschreibt die durchschnittliche Konzentration von Hämoglobin innerhalb der roten Blutkörperchen. Er wird aus anderen Blutbildparametern berechnet und sollte nicht isoliert betrachtet werden.
Warum kann MCHC fälschlich erhöht sein?
Laborwerte können durch Eigenschaften der Blutprobe beeinflusst werden. Bei einem unerwartet hohen MCHC sollte deshalb auch an technische oder präanalytische Einflüsse gedacht werden. Mögliche Faktoren sind Veränderungen der Blutprobe, Hämolyse, Messartefakte oder bestimmte Störungen der Analyse. Die genaue Beurteilung erfolgt durch Labor und behandelnde Fachperson.
Was bedeutet Hämolyse?
Hämolyse bedeutet, dass rote Blutkörperchen zerfallen. Das kann im Körper auftreten, aber auch während oder nach der Blutentnahme in der Probe entstehen. Deshalb bedeutet ein Hinweis auf Hämolyse im Laborbericht nicht automatisch, dass im Körper eine hämolytische Erkrankung vorliegt.
Können Erkrankungen der roten Blutkörperchen MCHC erhöhen?
Bestimmte seltenere Veränderungen der Erythrozyten können mit einem erhöhten MCHC verbunden sein. Solche Diagnosen lassen sich jedoch nicht allein aus diesem einen Laborwert ableiten. Das gesamte Blutbild, ein Blutausstrich und weitere Untersuchungen können bei Bedarf notwendig sein.
Was, wenn MCHC nur leicht erhöht ist?
Eine kleine einmalige Abweichung hat eine andere Bedeutung als ein wiederholt deutlich auffälliger Wert zusammen mit weiteren Veränderungen. Der Verlauf ist deshalb wichtig.